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Projekt: Holzenergie in Adenau
Projektziel
Im Zentrum des Projektes steht eine Holzhackschnitzel-Feuerungsanlage in einem Nahwärmenetz, dessen Hauptabnehmer das Krankenhaus in Adenau
und die nahen Gewerbebetriebe des Gewerbegebietes Leimbach in Adenau sind. Mit der Realisierung wird das entscheidende Ziel verfolgt, die Regionale Wertschöpfung zu stärken, konkret meint dies im Einzelnen:
- Stärkung der Regionalen Wertschöpfung durch die „Schließung einer Wertschöpfungskette“ in der Region (Vermeidung von Importverlusten, Sicherung von Arbeitsplätzen, Stärkung der regionalen Kaufkraft)
- Sichere und günstige Energie-Versorgung für die Energie-Abnehmer, und hier v. a. das Krankenhaus.
Hierdurch wird der wichtige Standortfaktor Energie-Versorgung langfristig gesichert.
Dies leistet einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung des Krankenhauses Adenau mit seiner hohen Bedeutung für die gesundheitliche Versorgung der ländlichen Region.
- Positive Effekte für die private und kommunale Waldwirtschaft, forstwirtschaftliche Aktivierung bis dato „ruhender“ Waldflächen.
Auch für den Energie-Markt gilt: Der Ersatz von Importprodukten (hier: Heizöl oder Gas) durch regionale Produktion hält Wertschöpfung und Arbeitskräfte in der Region, entspricht also quasi einer Erhöhung regionaler Einkommen durch die Reduzierung der Ausgaben für Importe und führt zur Sicherung regionaler Arbeitsplätze.
Je geringer die regionalen Möglichkeiten der Weiterverarbeitung entlang der Wertschöpfungskette sind, desto größer fällt der Export von Wertschöpfungsmöglichkeiten aus der Region aus. Entsprechend wandern auch die Arbeitsplätze an andere Orte. Die hier projektierte Anlage zur Energie-Versorgung greift diese Problematik auf und verarbeitet den regionalen Rohstoff Holz vor Ort weiter, bzw. wandelt ihn in Energie um, die vor Ort genutzt wird.
Durch die Sicherung regionaler Wirtschaftskraft, die Reduzierung des Transports und die Stärkung regionaler sozialer Systeme leistet das in diesem Projekt verwirklichte regionale Wirtschaften einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit, der sowohl den ökologischen und sozialen, als auch den volkswirtschaftlichen Kriterien nachhaltigen Wirtschaftens entspricht.
Darüber hinaus wird durch die Nutzung von Holz als Energieträger ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung des Treibhauseffektes geleistet.
Energieträger Holz in der Region
Die Biomasse Holz zählt allgemein zu den regenerativen Energieträgern. Unter der Voraussetzung der nachhaltigen Forstwirtschaft, wie sie schon seit über 200 Jahren in Deutschland betrieben wird, schließt die Nutzung von Holz für Energiezwecke den natürlichen Kreislauf. Ein Baum, der verrottet, gibt die gleiche Menge an Kohlendioxid ab, als würde er in einer modernen Feuerung verbrannt. Aus Holzfeuerungen emittiertes Kohlendioxid wird von neu wachsendem Holz wieder aufgenommen.
Der Waldanteil in der Region um Adenau liegt bei 70 %. Auch wenn der relativ hohe Anteil hängiger, unter schwierigen Umständen zu bewirtschaftenden Flächen sowie der im Landesdurchschnitt übliche Anteil von nicht regelmäßig durchforsteten Privatwaldflächen berücksichtigt wird, handelt es sich beim Holz doch um einen in der Region in hohem Maße verfügbaren regenerativen Brennstoff, der langfristig, kostengünstig und mit kurzen Transportwegen zur Verfügung steht.
Projektentwicklung
Das Projekt wurde in modellhafter Weise von den verschiedenen Partnern gemeinsam entwickelt. Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Projektes ist, dass neben den spezifischen Interessen der einzelnen Partner, das allgemeine Interesse und die Vorteile für die Region erkannt und gemeinsam verfolgt wurden.
Die konzeptionelle Entwicklung des Projekts sowie die Rolle des Investors und Betreibers übernimmt das in der Region ansässige Unternehmen „Neue Eifel Energien GmbH“. Kommunen und Forst fällt die Aufgabe zu, die Versorgung mit regionalem Holz langfristig zu sichern.
Die Plattform der Projektentwicklung ist das im Oktober 2005 gestartete Regionalmanagement Eifel-Ahr, das die laufenden Arbeiten koordiniert und die Beteiligten in einem Projektteam zusammenführt.
Start der Projektarbeit war im Frühjahr 2006. Im Mittelpunkt stand zunächst die Prüfung der verschiedenen möglichen Varianten (Standorte, Trassenverläufe, etc.) aus Sicht der Energie- und Kosteneffizienz aber auch aus dem Blickwinkel der baulichen Verträglichkeit (jüngst sanierte Straßen). Ein erster Schritt hin zu den potenziellen Abnehmern erfolgt in einem Info-Termin am 30.10.2006. Dieser brachte zwar zunächst nicht den gewünschten Nachhall bei den angesprochenen Anliegern des Gewerbegebietes, dafür aber die Konzentration der Aktivitäten auf das Krankenhaus Adenau, dessen Leitung in diesem Projekt eine große Chance für sich erkannt hat.
So kristallisierte sich die aktuelle Variante mit dem Krankenhaus als zentralem Abnehmer (Grundlastabdeckung) des Nahwärmeverbundes als tragfähigste Variante heraus. Anlage und Verbund sind erweiterungsfähig ausgelegt, so dass auch in Zukunft weitere Partner hinzustoßen können.
Ein weiterer Schritt ist mit der Erzielung einer Vereinbarung mit den standortnahen Ortsgemeinden über die langfristige Liefer-Sicherheit eines bestimmten Anteils (20 bis 30 %) des gemeindlichen Energie-Holzes erreicht.
Nach einem ersten Gespräch über Fördermöglichkeiten in Mainz im Mai 2007, an dem sowohl Vertreter des Umwelt- wie des Wirtschaftsministeriums teilnahmen, werden hinsichtlich einiger Elemente des Projekts noch Anpassungen vorgenommen. Die aktualisierte Projektskizze geht im Juli 2007 wiederum nach Mainz.
Beteiligte
Neue Eifel Energien
Dieter Korden
Volker Schachler
Kommunen
Bgm. Hermann-Josef Romes (VG Adenau)
Manfred Eberhard (VG Adenau, Wirtschaftsförderung)
Bgm. Bernhard Schiffarth (Stadt Adenau)
Bürgermeister der standortnahen Ortsgemeinden
Forst
Martin Kaiser (Forstamt Adenau)
Hannsjörg Pohlmeyer (Forstamt Ahrweiler)
Johannes Pinn (Landesforsten RLP)
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westwald-Osteifel
Herbert Kommer
Anlieger / Abnehmer im Verbund
Hr. Bitzen, Krankenhaus Adenau
Hr. Schug, Baumarkt Schug
weitere
Waldbauverein Kreis Ahrweiler
Bgm. Bernhard Schiffarth
IfR Institut für Regionalmanagement
Sven Lachmann |
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Bemerkungen: -
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